Nora Stalzer (Wien)

Loop

Das Zimmer 205 im Hotel wird durch eine Teppichbahn strukturiert. Der Teppich verläuft über Decken und Wände und bildet ca. 50 cm über dem Fußboden eine Stufe. In diese Stufe sind sämtliche Möbelfunktionen des Zimmers integriert. Der Raum soll nur Form sein, der Gast definiert den Raum erst durch seine Bewegung und Nutzung.

Der Blick aus dem Fenster des Zimmers, die horizontale Weite und Leere des Regierungsviertels sowie die Dynamik der Bahn. Auch dieser Blick beeinflusst die definitive Form des Loop.

Teppichbahnen sind Raumebenen, Schichten die sich manipulieren lassen. Nora Stalzer arbeitet mit Ebenen die sich im/mit dem Raum transformieren. Sie fließen über bewegliche und statische Objekte die so mit Wänden und Fußböden verbunden sind und hier einen ganzen Raum umfassen. Die Ebene wird zum "Loop".

Der Begriff der Ebene wird in unserer Sprache vielschichtig verwendet. So lassen sich auch sozio - politische Systeme in diverse Schichten und Ebenen zerlegen. Kurz: Die Ebene, in welcher Konsistenz auch immer, zieht sich durch sämtliche Definitionsbereiche.

Nora Stalzers Installationen liegt ein phänomenologischer Code zugrunde. Vom französischen Strukturalismus geprägt sind ihre Themen, Formen, Materialien, Überlegungen und Analysen der Architektur entnommen. Sie liegen gleich einer Matrize über der gefilterten Form.